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KI trifft zunehmend auf journalistische Kreativität

Datum: 20.11.2017 | Autor: Alexander Kiszelya

Künstliche Intelligenz (KI) ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auf den Medientagen 2017 hat Johannes Schaback, Gründer von Visual Meta, Berlin, beim Special...

Künstliche Intelligenz (KI) ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auf den Medientagen 2017 hat Johannes Schaback, Gründer von Visual Meta, Berlin, beim Special „Kollege Roboter – Wenn künstliche Intelligenz auf journalistische Kreativität trifft“ die Zukunft skizziert. BDZV und VBZV (Verband Bayerischer Zeitungsverleger) hatten im Rahmen der Medientage München eine Konferenz zum Thema veranstaltet. Johannes Schaback zeigte auf, in wie vielen Bereichen Zeitungsunternehmen KI bereits anwenden können: Die personalisierte Ansprache von Lesern und Kunden gehöre dazu, ebenso die optimierte Ausspielung von Werbung, der Einsatz von Roboterjournalismus oder smarten Paywalls und Dynamic Pricing. Europäische und deutsche Verlage hätten die Chance, die zweite Welle der Digitalisierung mitzugestalten und damit „auf Augenhöhe mit den Medienriesen in den USA zu agieren, wenn es um KI geht“.

Lars Reckermann, Chefredakteur „Nordwest-Zeitung“ hatte einen Blick auf die Praxis: „Mit Roboterjournalismus erstellte Texte werden sicher keine Pulitzer-Preise gewinnen“, so Reckermann. Aber das Werkzeug ermögliche es der Redaktion, zahlreiche Stücke vor allem für den digitalen Auftritt herzustellen, für die man ansonsten überhaupt nicht die Manpower hätte. Dies gelte für Fußballberichte aus den unteren Ligen oder Wetterberichte. KI in Verlagen ist bereits keine Zukunft mehr. So gibt es für die mit KI automatisierte Übersetzung in andere Sprachen einen Markt. Rund ein Fünftel der Verlage geben an, Roboterjournalismus einzusetzen, zu testen oder den Einsatz in der Redaktion zu planen, so das Ergebnis der Studie „Trends der Zeitungsbranche 2017“ von BDZV und dem Beratungsunternehmen SCHICKLER.

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