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Allensbach-Studie: Qualitätsjournalismus ist wichtig für Demokratie

Datum: 20.11.2017 | Autor: Alexander Kiszelya

Die Zahlen sprechen für sich: Für 88 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren sind qualitativ hochwertige Medien für das Funktionieren unserer Demokratie sehr wichtig ...

Die Zahlen sprechen für sich: Für 88 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren sind qualitativ hochwertige Medien für das Funktionieren unserer Demokratie sehr wichtig (57 Prozent) bzw. wichtig (31 Prozent). Sogar 94 Prozent sind davon überzeugt, dass guter Journalismus einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat. Rund zwei Drittel der Befragten bescheinigen vor allem Nachrichtenmagazinen, Fachzeitschriften und überregionalen Tageszeitungen eine hohe journalistische Qualität. Im Rahmen der vom VDZ beauftragten, aktuellen Allensbach-Studie „Wert des Journalismus im Spannungsfeld mit Gratisinformationen" wurden 1.454 Menschen befragt. Private TV-Sender kommen im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht so gut weg: 17 Prozent attestieren den Privaten guten Journalismus, soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook kommen auf nur acht Prozent.

Im weltweiten Vergleich, fasst der VDZ zusammen, erzielt die deutsche Zeitschriftenbranche hohe Erlöse am Kiosk und im Abo: So zahlen Leser für ihre Zeitschriften monatlich rund 240 Millionen Euro. Die Bereitschaft, für digitale Zeitschriften- und Zeitungs-Abos oder einzelne Artikel im Netz zu bezahlen, sei aber immer noch relativ gering ausgeprägt, so die Analyse. 67 Prozent der Leser wollen journalistische Angebote im Internet weiterhin lieber kostenlos nutzen. Bei regelmäßigen Nutzern ist es jeder Zweite. Immerhin signalisierten 26 Prozent eine Zahlungsbereitschaft, weitere 13 Prozent der regelmäßigen Nutzer geben bereits jetzt Geld für die Angebote aus.

Laut Allensbach-Umfrage gehören Zeitschriften und Zeitungen aus Sicht der Verbraucher nicht zu den teuren Produkten: Deutlich mehr als die Hälfte der Deutschen empfindet das Preisniveau beider Mediengattungen als angemessen. Je ein Viertel halten den Preis für gedruckte Zeitschriften (25 Prozent) und gedruckte Zeitungen (26 Prozent) für relativ hoch. Bei ePaper-Abonnements von Zeitschriften und Zeitungen sind 16 Prozent dieser Meinung.

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