Review zum Infotag zur EU-Datenschutzgrundverordnung

Eine Review zum EU-DSGVO Infotag am 21. Februar 2018 in der HUP Niederlassung in Frankfurt am Main finden Sie HIER.

Was ist die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung?

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der europäischen Union. Sie wurde am 04. Mai 2016 veröffentlicht, trat am 24. Mai 2016 in Kraft und ist ab 25. Mai 2018 anzuwenden.

Die Datenschutzgrundverordnung regelt EU weit die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen. Ziel ist der Schutz von personenbezogenen Daten und der freie Datenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Dies betrifft naturgemäß auch Tageszeitungsverlage, Anzeigeblattverlage und Wochenblattverlage.

Durch die DSGVO wird die bisherige „Richtlinie 95/46/EG zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr“ ersetzt.

Die Verordnung hat laut EU Dokumenten folgende Bezeichnung:

VERORDNUNG (EU) 2016/679 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 27. April 2016

zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung)

Den vollständigen Text der Verordnung finden Sie auf der Seite der EU unter folgendem Link in verschiedenen Sprachen: EU-DSGVO (externe Seite).


Kurzpapiere der Datenschutzkonferenz* (DSK)

Unter folgendem Link finden Sie auf der Seite des Bundesbeauftragten für Datenschutz und die Informationsfreiheit die bisher veröffentlichten Kurzpapiere zur GSGVO.

Zitat von Barbara Thiel, derzeitige DSK-Vorsitzende und Landesbeauftrage für den Datenschutz Niedersachen: "Diese Kurzpapiere dienen als erste Orientierung, wie nach Auffassung der Datenschutzkonferenz die Datenschutz-Grundverordnung im praktischen Vollzug angewendet werden sollte."

Kurzpapiere der DSK (externe Seite)

*Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder ist ein freiwilliger Zusammenschluss der unabhängigen amtlichen Datenschutzbeauftragten.


Das sollten Sie wissen

Die Umstellung Ihres Unternehmens auf die DSGVO ist eine wichtige und zeitlich nicht zu unterschätzende Aufgabe. Sie sollten mindestens eine Person in Ihrem Hause zu entsprechenden Weiterbildungen entsenden und ein internes Projekt aufsetzen, das sich intensiv mit der DSGVO auseinandersetzt und Ihr Unternehmen prüfungssicher aufstellt. Gerade auch bei Tageszeitungsverlagen und Unternehmen die Lohnabrechnungen durchführen, fallen durch Abonnements, Lohnabrechnungen oder bei Anzeigenblattverlagen auch Daten von Anzeigenkunden, viele personenbezogene Daten an, die im Rahmen dieser Änderungen im Datenschutz betroffen sein können.


Wie hilft die HUP AG?

Softwareseitig wird die HUP AG, die bei unseren Kunden eingesetzte Software für Tageszeitungs-, Anzeigen- und Wochenblattverlage, sowie unsere Software COMET für die Lohnabrechnung per Patch um Funktionen erweitern, die Ihnen helfen im Praxisalltag - nach Einführung der DSGVO - auf Anfragen Ihrer eigenen Kunden entsprechend zu reagieren.


Grundsätzliches

Durch die DSGVO wird das Recht von natürlichen Personen dahingehend erweitert, dass sie Unternehmen und Behörden, die persönliche Daten nutzen, verarbeiten oder speichern, strengere Vorgaben macht und die Unternehmen und Behörden – sofern gewünscht – zur Datenübergabe oder –löschung und Information über die Art und Inhalte der gespeicherten persönlichen Daten verpflichtet.

Umsetzen oder Ignorieren?

Die Einhaltung der DSGVO ist dringend angeraten, da bei Verstößen empfindliche Geldstrafen bis zu 10 bzw. 20 Mio EUR verhängt werden können.


Aufgaben im groben Überblick - was, wo und warum?

Die "Aufsichtsbehörden für den Datenschutz im nicht-öffentlichen Bereich" haben in einem 10-Punkte-Papier die anstehenden Aufgaben zusammengefasst:

1. Sensibilisierung durchführen
2. Bestandsaufnahme machen
3. Rechtsgrundlage prüfen
4. Personenbezogene Daten von Kindern besonders prüfen
5. Datenschutz durch Technikgestaltung und durch daten-schutzfreundliche Voreinstellungen („Privacy-by-Design“ und „Privacy-by-Default“) umsetzen
6. Verträge checken
7. Datenschutzfolgeabschätzung implementieren
8. Melde– und Konsultationspflichten organisieren
9. Betroffenenrechte und Informationspflichten umsetzen
10. Dokumentation organisieren

Das Dokument finden Sie als PDF hier: 10-Punkte-Papier (externes PDF)

Wichtig:
Unternehmen müssen im Rahmen der DSGVO ein vollständiges Verzeichnis ihrer Verarbeitungstätigkeiten erstellen, da beispielsweise auch das Vorhandensein von Einwilligungen (Art. 7 Abs. 1), die Ordnungsmäßigkeit der gesamten Verarbeitung (Art. 24 Abs. 1) und das Ergebnis von Datenschutz-Folgen-abschätzungen (Art. 35 Abs. 7) durch entsprechende Dokumentationen nachgewiesen werden müssen.




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