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German Entertainment & Media Outlook 2018-2022

PricewaterhouseCoopers Deutschland hat in der Zeitungsmarktstudie 2018-2022 eine von Patricia Römeth verfasste Untersuchung veröffentlicht. Wie die Prognose bis 2022 aussehen könnte, steht hier …

Angesichts der Tatsache, dass der Übergang hin zu digitalen Angeboten langsamer verläuft als erwartet, so Patricia Römeth, wird das nach wie vor deutlich geringere Volumen des Digitalgeschäfts die Erlösrückgänge im Printgeschäft auch in den nächsten Jahren nicht ausgleichen können. Vor diesem Hintergrund prognostiziert PWC bis 2022 eine weiterhin leicht rückläufige Entwicklung des gesamten Zeitungsmarktes um durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr: „Wir erwarten, dass sich der Gesamtmarkt für Zeitungen nach rückläufigen Entwicklungen in den vergangenen Jahren und im Prognosezeitraum bis 2022 bei 7,4 Milliarden Euro belaufen wird.“

Vertriebserlöse:
Die verkauften Stückzahlen der Printauflagen der Zeitungen in Deutschland waren in den letzten Jahren, einschließlich 2017, über alle Zeitungsarten hinweg rückläufig. Dieser Trend wird in den nächsten Jahren – gleichwohl abgeschwächt bei den Tageszeitungen – weiter anhalten. Die Vertriebserlöse im Printbereich werden bis 2022 mit einem durchschnittlichen jährlichen Rückgang von 0,9 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro sinken. Die digitalen Vertriebserlöse hingegen werden bis 2022 voraussichtlich um 7,4 Prozent auf 466 Millionen Euro steigen. Dabei verläuft der Übergang von den Print- zu den Digitalprodukten im Vergleich zur Prognose des letztjährigen German Entertainment and Media Outlook langsamer als bislang erwartet. Das dennoch starke Wachstum der digitalen Vertriebserlöse lässt sich zum einen auf die steigende Dynamik der Paid-Content-Angebote infolge der Implementierung verschiedener Bezahlmodelle zurückführen. Zum anderen steigt aufgrund der zunehmenden Verbreitung kostenpflichtiger Inhalte die Akzeptanz für solche Bezahlmodelle auf Seiten der Kunden. Dennoch gaben in einer Studie zur Digitalisierung der Medien des Branchenverbands Bitkom fast drei Viertel der Befragten an, dass ihre fehlende Zahlungsbereitschaft im vergangenen Jahr hauptsächlich auf die ausreichend vorhandenen kostenfreien Alternativen im Internet zurückzuführen sei.

Werbeerlöse:
Die Verlagerung von Werbebudgets ins Internet hat auch im Jahr 2018 positive Effekte, auf die Werbeerlöse und für die nächsten vier Jahre werden hier jährliche Wachstumsraten von durchschnittlich 4,4 Prozent prognostiziert. Dabei erwarten wir, dass sich der Rückgang der Printwerbeerlöse insgesamt etwas verlangsamt und diese bis 2022 auf 2,1 Milliarden Euro sinken. Die Erlöse aus Onlinewerbung werden im Zeitraum von 2018 bis 2022 mit einem Anstieg von 325 Millionen Euro auf 380 Millionen Euro den Schwund bei den Anzeigenerlösen im Printgeschäft jedoch nur teilweise kompensieren können. Die digitalen Werbeerlöse werden eine zunehmend wichtige Erlösquelle darstellen, auch wenn sie die sinkenden Printwerbeerlöse noch nicht ausgleichen. Insgesamt gesehen konnte 2017 im Zeitungsmarkt noch immer keine Erfolgsformel für den Umgang mit der voranschreitenden Digitalisierung gefunden werden.

https://www.pwc.de/de/technologie-medien-und-telekommunikation/german-entertainment-and-media-outlook-2018-2022/zeitungsmarkt.html

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